Liebe Sehmaer,

es ist schon wieder so weit! Die Tage sind kürzer und die Nächte länger geworden. Der trübe November liegt hinter uns. Aber der dunkelste Teil des Jahres liegt noch vor uns. Es ist die Zeit, in der uns die Dunkelheit zu schaffen macht. Die Sehnsucht nach dem Licht wächst. Die Seele und sogar der Körper brauchen das Licht. Wie schön ist es, dass diese Dunkelheit durchbrochen wird. In diesen Tagen beginnen wieder viele Fenster in unseren Orten zu leuchten. Lichter erhellen die langen Abende. In manchen Häusern kündigen Sterne das Licht an. Aus anderen Häusern leuchten schon viele Schwibbögen. Sie alle sind Lichter in dunkler Zeit. Doch die Lichter in unseren Fenstern haben noch eine viel größere Bedeutung. Die vielen kleinen Lichter künden von dem einen großen Licht. Die Geburt unseres Herrn und Retters Jesus Christus ist dieses große Licht. Gott selbst wurde Mensch mitten in einer dunklen Zeit. Es war eine Zeit der Unfriedens und der Armut. Viele Menschen saßen im Dunkel der Hoffnungslosigkeit. Doch Hoffnung auf den Retter machte für sie diese Dunkelheit hell. Einer von ihnen war Zacharias.

Er sagte: Durch die herzliche Barmherzigkeit unseres Gottes wird uns besuchen das aufgehende Licht aus der Höhe, damit es erscheine denen, die sitzen in Finsternis und  Schatten des Todes, und richte unsere Füße auf den Weg des Friedens. (Lukas 1,78-79)

Auch für uns heute ist dieses Licht aus der Höhe erschienen. Es leuchtet uns, wenn die Tage unseres Lebens dunkel sind. Wenn sie von Sorgen und Problemen geprägt sind, dann ist Christus für uns das Licht der Hoffnung und des Friedens. Davon erzählen alle Lichter, die im Advent und zu Weihnachten aus unseren Fenstern leuchten. Möge dieses Licht auch unser Leben und unsere Herzen erhellen!

Damit wünsche ich Ihnen eine gesegnete und erleuchtete Advents- und Weihnachtszeit sowie alles Gute für das neue Jahr 2018.

Ihr Pfarrer
Matti Schlosser

   
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