Das Jahr steht auf der Höhe, die große Waage ruht.
Nun schenk uns deine Nähe und mach die Mitte gut.
Herr, zwischen Blüh'n und Reifen und Ende und Beginn
lass uns dein Wort ergreifen und wachsen auf dich hin.

Liebe Gemeinde,

mit dieser Liedstrophe grüße ich Sie herzlich. Der Sommer steht vor der Tür und mit ihm die längsten Tage. Das Jahr steht auf der Höhe. Die Natur reift und wächst. Viele verbringen die Zeit im Garten, wenn es möglich ist. Hoffentlich bleiben uns viele Momente, in denen wir die wunderbare Schöpfung unseres Gottes genießen können. Manche freuen sich in dieser schönen Zeit auch schon auf den Sommerurlaub. Und so ist der Sommer für uns eine ganz besondere Zeit.

Mitten auf diesem Höhepunkt des Jahres erinnert uns das Lied an Gott, der uns diese schöne Zeit schenkt. Es ist ein Segen Gottes, dass wir viel Gutes erleben können. Und so lasst uns dankbar in die schönen Sommermonate gehen. Lasst uns bewusst hinschauen auf all die schönen Dinge, die wir sonst so schnell übersehen. Das möge auch manche
Sorge überlagern, die uns bedrückt.

Wenn wir Gott so ganz bewusst wahrnehmen, dann ist die Sommerzeit nicht nur eine schöne Zeit in der Natur, sondern auch im Glauben. So wächst und gedeiht auch unser Vertrauen zu Gott. Damit unser Glaube besser wachsen kann, wird uns in der Liedstrophe noch so etwas wie ein Düngemittel für unseren Glauben mitgegeben: Gottes gutes Wort. Wenn wir nach seinem Wort leben und auf die Zusagen, die er uns gibt, vertrauen, dann wird unser Glaube stark. So können wir auch die Zeiten bestehen, die im Leben und im Glauben nicht mehr wie ein Sommer sind.

Und so möge Gott uns gesegnete Sommermonate Juni und Juli schenken. Egal ob Sie zu Hause bleiben oder auf Reisen sind, ich wünsche uns allen: Gott schenke uns seine Nähe und mache die Mitte gut.


Ihr / euer Pfarrer Matti Schlosser

   
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