Beitragsseiten

Begrüßung der neuen Glocken

So kamen unsere Glocken wohlbehalten gegen 14:00 Uhr am Ortseingang an, wo Arno Burkert mit seinem kleinen Lastkraftwagen die Gattin des Pfarrers und eine Gruppe junger Mädchen mit Girlanden und Blumen hingebracht hatte. Dort hatten sich schon viele Leute eingefunden, darunter auch der Bürgermeister Richard Horn. Liebevoll wurden der LKW und seine Ladung geschmückt und dann setzte sich das Glocken-Auto in langsamer Fahrt, eskortiert von Kindern aller Altersstufen, Richtung Kirche in Bewegung.

An den Straßen standen unzählige Leute Spalier und begrüßten die neuen Glocken mit Zurufen und Blumen. So kamen die lang ersehnten Glocken nun endlich an unserer Pauluskirche an. Dort wurden sie mit festlichen Lobes- und Dankesliedern der Kantorei und Ansprachen vom Pfarrer und vom Bürgermeister begrüßt. Das ganze Dorf war auf den Beinen, keiner wollte die Sensation verpassen. All die Menschen, die durch ihre Spende, egal ob es das Scherflein der Witwe oder das Taschengeld des Kindes oder die ansehnliche Spende des erfolgreichen Geschäftsmannes war, Anteil an diesen Glocken hatten, konnten sich an diesem Nachmittage voller Stolz und Freude an den Früchten ihrer Großzügigkeit erfreuen. Nach all den Dankesreden und Lobeshymnen wurden die Glocken vom LKW auf ein eigens dafür errichtetes Podest, welches sich an den Treppenstufen des Eingangs der Pauluskirche befand, umgeladen, wo sie auf ihren, für den nächsten Tag geplanten Aufstieg auf den Turm warten sollten. Dabei hätte es fast zur Katastrophe kommen können, als beim Umladen eine Kette riss und die große Glocke wieder zurück auf die Ladefläche des LKW fiel. Zum Glück war sie zu diesem Zeitpunkt nicht allzu hoch, so dass nichts weiter passierte. Nicht auszumalen, was hätte passieren können, wenn die Glocke auf dem Weg in die Höhe zum Glockenstuhl gewesen wäre! Da standen sie nun, unsere Glocken. Der Kirchenvorstand hatte es geschafft, mit Scheinwerfern die Glocken auch in der bald einsetzenden Finsternis für die Schaulustigen sichtbar zu machen.

   
© Evangelisch-Lutherische Pauluskirchgemeinde Sehma