Liebe Leserinnen und Leser,

unter Jugendlichen, nicht selten aber auch unter Erwachsenen, gibt es einen ausgeprägten Gruppenzwang. Man muss das mitmachen, was alle anderen auch machen. Nur so gehört man wirklich dazu. In den meisten Fällen geht es dabei um Dinge, die eigentlich nicht gut sind. Das beste Beispiel: Weil in einer Gruppe von Jugendlichen alle rauchen, greift auch derjenige zum Glimmstängel, der das eigentlich gar nicht mag. Der Gruppenzwang verleitet ihn dazu.

Ein anderes Beispiel: In einer Gruppe vertreten meist alle die gleichen Ansichten, etwa wenn es um politische oder um wirtschaftliche Themen geht. Dies ist so, weil diejenigen, die eine andere Meinung vertreten, schnell als Spinner  abgestempelt und an den Rand gedrängt werden. Dieser Gruppenzwang ist typisch für uns Menschen. Die Bibel stellt diesen negativen Beispielen von Gruppenzwang einen positiven Gruppenzwang gegenüber. Denn dieses Phänomen kann auch zum Guten wirken. Im Monatsspruch für den Monat Oktober ist davon die Rede.

Dieser Monatsspruch lautet: Lasst uns aufeinander achthaben und einander anspornen zur Liebe und zu guten Werken. (Hebräer 10,24)

Wie viel Gutes könnten wir als Christinnen und Christen bewirken, wenn es bei uns einen positiven Gruppenzwang zur Liebe und zu guten Werken gäbe. Wenn wir uns darin gegenseitig zu Vorbildern werden, strahlt das nach außen. So wird christlicher Glaube überzeugend. So etwas wie einen guten Gruppenzwang gibt es z.B. im Sport. Wenn eine Mannschaft gewinnen will, müssen sie sich gegenseitig anspornen und alle Team-Mitglieder beteiligen. So können sie erfolgreich Spiele und Meisterschaften gewinnen. Wenn wir Christen wie eine Mannschaft sind, uns anspornen und aufeinander achten, können wir erfolgreich die Liebe Gottes in die Welt tragen. Lassen wir unser Leben von diesem guten Gruppenzwang prägen! Machen wir uns frei von den negativen Zwängen und tun wir Gutes, weil viele andere Christen das auch tun! Das wird uns und unserer Welt gut tun.

Mit dieser Aufforderung grüße ich Sie / euch sehr herzlich und wünsche allen gesegnete herbstliche Monate Oktober und November.


Ihr / euer Pfarrer Matti Schlosser


 

 

   
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